Herzkümmerei - Hilfe bei Liebeskummer, Trennung und Beziehungsfragen

Transkript

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge aus meiner Herzkümmerrei.

00:00:06: Ich bin Heike Klopsch, Beziehungs- und Trennungskoach und spreche in meinen Podcast über Trennung, Liebeskummer und vor allem sehr gerne über den Neuanfang.

00:00:16: Und heute geht es um Trauer – genauer gesagt um die Trauer nach einer Trenzung!

00:00:22: Wenn ein Mensch stirbt dann wissen wir sehr genau was zu tun ist.

00:00:25: Dann schicken wir Blumen, dann schreiben wir Beileitskarten und wir nehmen Abschied.

00:00:31: Das heißt, wir haben Rituale für unsere Trauer.

00:00:35: Und niemand erwartet ernsthaft dass wir nach einem Trauerfall ein paar Wochen wieder ganz die Alten sind.

00:00:43: Aber was passiert denn wenn eine Liebe endet?

00:00:46: Da gibt es keine Trauerfeier für einige scheiterte Ehe.

00:00:49: Du wirst auch keine Beileidskarte erhalten Für den Menschen von dem du verlassen wurdest und Niemand hält eine Rede über die gemeinsame Zeit Über das Glück das vielleicht einmal da war oder über die Zukunft, die es nur nicht mehr geben wird.

00:01:04: Stattdessen sprechen wir von Liebeskummer.

00:01:07: Ein Wort – das finde ich beinahe harmlos und in manchen Situationen vielleicht sogar ein bisschen banal klingt.

00:01:14: Und vor allem nach etwas, dass relativ schnell wieder vorbei gehen wird.

00:01:19: Dabei wird aber komplett übersehen, dass wir mit einer Beziehung oft sehr viel mehr als nur einen geliebten Menschen verlieren.

00:01:26: Manchmal zerbricht tatsächlich ein ganzer Lebensentwurf Und darüber möchte ich heute mit dir sprechen.

00:01:34: Was verlieren wir eigentlich wirklich, wenn eine Liebe endet und warum begleitet uns die Trauer manchmal so elendig lange?

00:01:41: Wie können wir weiterleben ohne die vergangene Liebe aus unserer Geschichte streichen zu müssen?

00:01:49: Worum trauern sie eigentlich?

00:01:52: Das ist tatsächlich eine der ersten Fragen, die ich stelle, wenn ein Mensch nach einer Trennung zu mir ins Coaching kommt.

00:02:00: Worum traumern Sie eigentlich wirklich?

00:02:04: Und die ersten Antworten kommen relativ zügig, die lauten so sinngemäß.

00:02:09: Ich traue um den Menschen, denen ich verloren habe.

00:02:12: Um den Partner mit dem ich so viele Jahre zusammen war.

00:02:15: Um die Frau, die gegangen ist.

00:02:16: Um der Mann, den ich immer noch liebe und dann bleibt ja manchmal auch ein bisschen hartnäckig dran und frage nochmal nach worum trauern sie wirklich?

00:02:30: Dann werden die Antworten tatsächlich viel schichtiger.

00:02:34: Da ist Vertrautheit, die fehlt.

00:02:35: Da ist der gemeinsame Alltag, da wird getrauert um Gespräche am Abend, um Freunde und Familie ein Zuhause was nicht mehr da ist.

00:02:46: Da wird gesprochen über Reisen, die nicht mehr stattfinden werden und über Pläne, die plötzlich keine Zukunft mehr haben.

00:02:53: Manche Frauen trauern um den Wunsch nach einem gemeinsamen Kind andere um die Vorstellung mit diesem Menschen alt werden zu dürfen.

00:03:03: Sie trauern um Sicherheit.

00:03:05: Sie trauen um Zugehörigkeit, um Gewohnheiten und gemeinsam Rituale Und manchmal traueren sie auch tatsächlich um die Person, die sie an der Seite dieses Menschen waren.

00:03:20: Mit dem Ende einer Beziehung geht oft auch die Gewissheit verloren wie das eigene Leben weitergehen wird.

00:03:27: Die vertraute Landkarte unseres Lebens gibt es in dem Moment überhaupt nicht mehr.

00:03:33: Meine Klientin Charlotte hat zu mir gesagt, weißt du Heike ich vermisse mein altes Leben.

00:03:39: Das war ihr Gefühl nach der Trennung und dann gingen wir mal gemeinsam ganz in Ruhe der Frage nach worum sie eigentlich genau trauerte.

00:03:48: was vermisste Sie denn?

00:03:50: Was war mit der Trenchung verloren gegangen Und in dem Charlotte begann, ihren Verlust genauer zu betrachten und zu benennen?

00:03:58: vor allem wurde aus diesem großen alles umfassenden Gefühl des Verluste allmählich etwas Greifbares.

00:04:05: Es wurden einzelne Erfahrungen, einzelne Wünsche und einzelne Vorstellungen, um die sie trauerte.

00:04:11: Wir haben sozusagen diesen ganz komplexen Begriff Trauer Worum trauere ich eigentlich?

00:04:18: versucht, zu zerlegen und ein bisschen kleiner zu machen.

00:04:21: Damit haben wir ihm auch ein bisschen die Kraft und die Schärfe genommen.

00:04:25: Die Charlotte hat vor allem Geborgenheit vermisst.

00:04:28: Die Gespräche mit ihrem Mann, die gemeinsame Unternehmung und die Urlauber haben eine große Rolle gespielt.

00:04:33: Sie haben immer wunderbare Fernreisen gemacht Und all das hatte sie in ihrer Ehe auch sehr genossen und es hatte ihrem Leben so einen wohltunen und vor allem sicheren Rahmen gegeben.

00:04:46: Im Verlauf unserer Gespräche konnte Charlotte aber erkennen, dass sich bestimmte Erinnerungen, Erfahrungen und vor allem auch die Nähe, die über viele Jahre zwischen ihr und ihrem Mann entstanden waren.

00:04:59: Das ließ ich natürlich nicht ersetzen – das war an diese eine Person gebunden, an dem Mann der sich tatsächlich von ihr getrennt hatte.

00:05:08: Anderes Aber!

00:05:09: Und das konnte sie auf einmal etwas deutlicher sehen, gehörte weiterhin zu ihrem eigenen Leben.

00:05:14: Sie hatte zum Beispiel sehr gute Freundinnen, mit denen sie sehr tiefe Gespräche führen konnte.

00:05:19: Bei denen sie auch Geborgenheit finden konnte und mit denen sich auch gewisse Unternehmungen Wochenendausflüge und ja auch kleinen Urlauben machen konnte.

00:05:31: Und sie hat sich dann auch Singlegruppen angeschlossen und ist auch wieder weiter gereist und lernte andere Menschen kennen, mit den sie ihre Freizeit verbringen konnte.

00:05:42: Dabei zeigte sich über die Zeit tatsächlich etwas Entscheidendes.

00:05:46: Und zwar nicht alles, was wir in einer Beziehung leben und erleben ist ausschließlich an diesen einen Menschen von dem wir getrennt worden sind gebunden.

00:05:57: Und mit dieser Erkenntnis gewinnst du tatsächlich ein kleines Stück Autonomie zurück.

00:06:03: Diese Erkenntnisse macht natürlich deinen Verlust nicht ungeschehen aber sie erweitert den Blick.

00:06:11: Es ist so, wenn wir in einer Trennung sind.

00:06:14: Vor allem wenn wir getrennt worden sind dann haben wir oft einen Tunnelblick.

00:06:18: das ist wirklich schwarz um uns drum herum es ist schwarz es ist eng es ist dunkel und man sieht vielleicht zu am ende des tunnels ein klein lichtblick aber wir sind eingeengt von unserem blick von unseren mindset und Wenn wir es schaffen diesen blick ein wenig zu erweitern, dann erweitert sich gleichzeitig die Möglichkeiten und wir sind wieder etwas handlungsfähiger.

00:06:45: Und wir können unterscheiden zwischen dem was tatsächlich unwiederbringlich verloren ist – das ist natürlich einiges – und dem was aber weiterhin zu dir, zu deinem eigenen Leben gehört und dass auch eine Zukunft haben kann.

00:07:03: Ich denke zur den schmerzhaftesten Erfahrungen nach einer Trennung gehört dass sich Gefühle nicht einfach abschalten lassen.

00:07:11: Eine Beziehung kann längst beendet sein und die innere Bindung zu dem anderen Menschen, die besteht weiterhin hat Fortbestand.

00:07:20: Und der Kopf hat vielleicht auch schon das ein oder andere Begriffen hat vielleicht verstanden, dass diese Beziehung auch nicht ganz so ideal war.

00:07:28: Dass da fehl es nicht mehr so gut funktioniert hat und das es keinen zurück mehr gibt.

00:07:32: aber das Herz hält noch so elendig lange an dieser Verbindung fest Und oft erlebe ich es bei meinen Klienten, dass da immer noch eine stille Hoffnung ist, dass der andere sich vielleicht doch noch meldet, dass sich die Gefühle verändern könnten, dass es noch Gespräche geben wird, die eine Veränderung in der Beziehungssituation herbeiführen können.

00:07:53: Das heißt, die äußere Beziehung ist zwar vorbei aber innerlich ist der Abschied noch lange nicht vollzogen.

00:07:59: Und das ist wirklich ein sehr fieser Kampf gerade in der ersten Zeit nach einer Trennung dieser Kampf zwischen Kopf und Herz und er erschöpft die Menschen so sehr.

00:08:10: Es ist vielleicht auch das was du grad spürst diese wahnsinnige Erschöpfung.

00:08:14: Du musst Abschied nehmen von einer Liebe an der du vielleicht gerne noch festhalten würdest.

00:08:19: es gibt ein schönes Lied von Bosse heißt er glaube ich Und da bringt er das sehr schön zum Ausdruck, der Kopf sagt nein und das Herz schreit ja.

00:08:28: Also dieses Ziehen und Zerren zwischen dem was im Kopf schon vollzogen ist und wo man aber emotional noch längst nicht angekommen ist Ja!

00:08:40: Dann kommt so dieser Punkt wo die Klienten dann spüren ich bin jetzt tatsächlich schon ein bisschen weitergekommen.

00:08:48: Und dann, wenn sie so ungeduldig mit sich selber.

00:08:50: Dann haben Sie ihr Leben vielleicht schon ein bisschen neu organisiert und es gibt vielleicht auch schon wieder erste gute Tage... Man trifft sich wieder mit Freunden, macht auch Pläne, nichts mehr mit dem Ex-Partner zu tun haben.

00:09:03: und dann kommt zu dieser Punkt.

00:09:05: eigentlich müsste diese elendige Trauer doch langsam mal vorbei sein!

00:09:11: Es kommt auch eine innere Ungeduld, dann passiert irgendwas ist Man findet ein Foto, man hört ein Lied oder... ...man hat einen einsamen Sonntagmorgen und diese E, dieses Sehnsucht ist wieder da.

00:09:25: Und zwar voll umfänglich!

00:09:28: Ich dachte ich wäre schon weiter.

00:09:31: Dieser Satz den höre ich tatsächlich sehr häufig.

00:09:34: und hinter diesem Satz über dem ich lange nachgedacht habe steckt glaube ich eine tief verankerte Vorstellung und zwar die Wenn wir einen Verlust verarbeiten, müsste es uns mit der Zeit stetig besser gehen.

00:09:50: Der Schmerz müsste nachlassen das Leben müsste leichter werden und irgendwann haben wir endgültig losgelassen und sind frei in einem neuen Leben.

00:10:02: Und diese Vorstellung wird auch sehr genähert von den tatsächlich bekannten Phasenmodellen der Trauer.

00:10:10: da gibt es die Frau Kübler-Ross.

00:10:13: Die hat sich sehr stark mit diesen Trauerphasen beschäftigt, die werden auch tatsächlich nicht nur bei Tod sondern auch bei Trennungsprozessen angewendet.

00:10:22: Das ist auch sehr spannend.

00:10:24: ich glaube da liegt auch sehr viel Wahrheit drin.

00:10:27: Aber wenn sie als feste Abfolge verstanden werden, dann entsteht tatsächlich leichter Eindruck.

00:10:33: Trauer sei so eine Art Wegstrecke und wenn wir die vollständig zurückgelegt haben, ist der Schmerz vorbei und der Verlust ist verarbeitet und die finale Erlösung ist da.

00:10:44: Und wenn das nicht der Fall ist, dann steht man oft da und sagt, wann hört es denn endlich mal auf?

00:10:52: Ich habe mich jetzt ein bisschen daraufhin mit Trauerforschung beschäftigt und habe etwas gefunden, etwas Interessantes gefunden was ich hilfreich finde und auch tatsächlich trostreich.

00:11:03: Und diese TrauerForschung die zeichnet tatsächlich ein etwas anderes Bild.

00:11:09: Es gibt zwei Psychologen Margaret Ströbe und Hank Schutt und die beschreiben den Trauerprozess als einen Duales-Prozessmodell.

00:11:20: Klingt jetzt ein bisschen kompliziert, ein duales Prozessmodel eine Bewegung zwischen zwei Polen der Auseinandersetzung mit dem Verlust auf der einen Seite und auf der anderen Seite Der Bewältigung eines Alltags, der sich durch diesen Verluste bereits verändert hat.

00:11:38: Und dann passiert sowas dass wir uns manchmal erinnern Dann vermissen wir, dann sehnen wir uns Wir suchen innerlich die Nähe des Anderen.

00:11:46: Und dann gibt es aber auch wieder Zeiten, in denen der Alltag, der ja schon Raum gewonnen hat.

00:11:52: Der neue Alltag tritt in den Vordergrund und wir arbeiten wieder etwas normaler betreffen Freunde.

00:11:58: Wir machen Pläne für die Zukunft also ein duales Prozessmodell.

00:12:08: Meine Erfahrung zeigt auch beides ist möglich.

00:12:12: Ein Mensch kann morgens weinen und abends mit Freunden lachen.

00:12:16: Und der kann sich auf einer Reise freuen und gleichzeitig wünschen, der andere würde mitkommen.

00:12:21: Der kann wochenlang das Gefühl haben wieder mitten im Leben zu stehen und an einem einzigen Sonntag von einer Sehnsucht überrascht werden, von der er glaubte dass es alles längst überwunden ist.

00:12:35: Nach diesem Verständnis nach diesem Trauerverständnis ist das aber kein Rückfall sondern dieses emotionale Hin und Her gehört zum Prozess.

00:12:47: Und in dieser Überlegung finde ich liegt etwas Unheimlich Entlassendes, denn beides darf nebeneinander stehen – Trauer um den Verlust und die Lust auf einen Neuanfang!

00:13:00: Es gibt in der Vorstellung kein entweder oder, sondern es gibt ein sowohl als auch.

00:13:07: Du darfst traurig sein, du darfst sehnsüchtig sein in einem Moment und du darf schon ein Stück weit in der Zukunft angekommen sein.

00:13:15: Und ganz woanders stehen!

00:13:17: Ja das finde ich schön und meine Klienten empfinden es oft auch als belastend wenn wir dann darüber sprechen.

00:13:25: Die nächste Frage die ich sehr spannend finde in so einem Prozess ist die Frage Ist ein Verlust erst dann wirklich verarbeitet, wenn er nicht mehr schmerzt und wenn das Sehnen endgültig vorbei ist?

00:13:42: Ich erlebe in meiner Coaching-Praxis immer wieder wie entlastend es für Menschen sein kann.

00:13:47: Wenn sie sich von dieser Erwartung verabschieden müssen.

00:13:51: Denn eine vergangene Liebe verschwindet nicht einfach aus unserer Lebensgeschichte Und ich finde, dass muss ihr auch gar nicht.

00:13:57: Die hat ja viel Raum eingenommen manchmal Jahre Jahrzehnte.

00:14:00: die hat uns geprägt Manchmal wirklich glücklich gemacht und manchmal natürlich auch verletzt.

00:14:06: Also warum sollte all das, was du über Jahre und Jahrzehnte erlebt hast?

00:14:12: Warum sollte all dass mit dem Ende deiner Beziehung bedeutungslos werden?

00:14:18: Ich glaube, dass es entscheidend ist welchen Raum diese Erinnerung hat und welche Gefühle in unserem Leben sie noch einnehmen.

00:14:28: Es ist ja so, unmittelbar nach einer Trennung kann die Sehnsucht nahezu alles beherrschen.

00:14:33: Das wirst du vielleicht erlebt haben oder auch gerade beherrschend.

00:14:36: Es ist der erste Gedanke am Tag und es ist der letzte Gedankel am Tag.

00:14:40: Und zwischendurch quält das auch.

00:14:42: Das heißt unsere Gedanken drehen sich nur um diesen Verlust und es macht es so wahnsinnig schwer, sich auf die Gegenwart einzulassen Und mit der Zeit kann sich das aber verändern.

00:14:56: Der Schmerz verliert langsam seine überwältigende Kraft und wir können irgendwann zurückblicken, ohne von der Vergangenheit zu schmerzhaft eingeholt zu werden.

00:15:06: Wir können traurig sein über das was verloren gegangen ist und gleichzeitig können wir auch zufrieden sein mit dem Leben dass wir jetzt heute fühlen.

00:15:14: Das heißt für mich ein gelingender Trauerprozess besteht nicht darin einen Verlust endgültig hinter sich zu lassen sondern ihn in das Leben in die Lebenswahn zu integrieren und ihm einen Platz, in der eigene Lebensgeschichte zu geben.

00:15:32: Ich denke wichtig ist dass er nicht mehr so ein Raum hat.

00:15:36: Er sollte im Lauf der Zeit kleiner werden aber er darf da sein.

00:15:42: Er darf einen Platz haben.

00:15:43: also ich hatte letztens das Bild mit einer Klientin das wir gesagt haben guck mal der Schmerz um diese Mann von dem sie sich getrennt hatte.

00:15:52: Der hat einen gewissen Punkt und dann hat sie sich in Gedanken räumlich von diesem Punkt entfernt.

00:15:57: Sie ist immer weitergegangen, die Distanz wurde immer größer der Schmerzpunkt wenn wir in diesem Bild bleiben.

00:16:04: der wurde kleiner.

00:16:06: Sie konnte ihn aber noch sehen aber sie hatte einen inneren Abstand.

00:16:10: da war ganz viel Strecke zwischenzeitlich entstanden durch das Coaching durch ihren Trauerprozess Und das war für sie glaube ich ein schönes Bild diesen punkt auch noch sehen zu können und sehen zu dürfen, und ihnen ihre Lebenslinie integrieren zu können.

00:16:27: Und auch die Schalotte von der ich dir eingangs erzählt habe hat ihren Verlust nicht einfach hinter sich gelassen hat die vielen gemeinsamen Jahre, die sie mit ihrem Mann verbracht hat.

00:16:40: Da hat sie gesagt, nein das darf Teil meiner Lebensgeschichte sein!

00:16:44: Das war auch wertvoll und Sie vermisst ihn manchmal auch bis heute.

00:16:48: Das ist okay aber sie hat auch erfahren dass Geborgenheit, Nähe- und Lebensfreude jenseits dieser vergangenen Beziehung möglich sind.

00:16:57: Und ihr Leben ist ein anderes geworden als es sich einmal vorgestellt hat Aber es ist wieder ihr eigenes Leben.

00:17:04: Und das ist schön, sie hat wieder ein Leben!

00:17:08: Ich habe ja eingangs gesagt dass für den Abschied von einer Liebesbeziehung auf die Rituale fehlen aber wir können tatsächlich auch eigene Formen finden um das Verlorene zu würdigen und ihm einen Platz in unserem Leben zu gehen.

00:17:22: In meiner Coachingarbeit verwende ich dafür häufig ein Bild aus der traditionellen japanischen Handwerkskunst Das heißt Kind Sugi Das musst du dir so vorstellen, dass ein zerbrochenes Keramikgefäß die Scharben, die am Boden liegen, wieder neu zusammengesetzt werden.

00:17:42: Und das Besondere ist, die Bruchstellen werden mit Gold hervorgehoben und nicht verborgen.

00:17:48: Die Bruchstellen werden mit gold betont.

00:17:53: Das heißt sie bleiben sichtbar und werden Teil der Geschichte dieses Gefäßes.

00:18:00: Und es werden auch nicht alle Scherben wieder verwendet, sondern es werden nur einzelne Scherbe verwendete.

00:18:07: Also das alte Scherbematerial wenn du das jetzt auf dein Leben, auf deine Trennungssituation überträgst.

00:18:16: vor dir liegen ganz viele Scherven und du setzt ein neues Lebensgefäß um in dem Bild zu bleiben wieder zusammen.

00:18:23: So nimmst du eine Scharbe und diese Schaben werden neu geklebt.

00:18:28: Übrigens ist das ein Prozess dieses Kleben, dieses Verbinden von den Schaben des Dauer.

00:18:35: Das ist ein langsamer Prozess was auch gut zu einem Trauerprozess passt.

00:18:40: also es entsteht ein neues Gefäß mit Schaben die bereits da waren aber auch Schaben, die aussortiert worden sind.

00:18:49: Und diese Linien, diese Bruchstellen werden Ja, die werden mit Gold betont.

00:18:57: Und ich finde dieses Bild von diesen Bruchlinien, finde ich wirklich wundervoll, denn diese vergoldeten Bruchstellen, die erinnern an die Narben, die schmerzhaften Erfahrungen in unserem Leben einfach hinterlassen.

00:19:11: und die werden aber nicht verborgen sondern sie bleiben sichtbar.

00:19:15: und das neu zusammengesetzte Gefäß trägt die Geschichte Deines alten Ichs, aber es ist jetzt ein neues ich.

00:19:24: Ich finde das sehr schön und klar... Es muss man auch sagen nicht jeder Bruch macht einen stärker.

00:19:30: Das ist einfach so!

00:19:33: Es tut weh und wir sind auch erschöpft und oft entkräftet.

00:19:37: Aber Wir können lernen mit diesen Narben gut weiterzuleben Und Narben verblassen ja auch im Lauf der Zeit.

00:19:45: Die Erfahrung hast du ja körperlich sicherlich auch schon gemacht Und vielleicht ist das ein schöner Gedanke zum Abschluss dieser Folge.

00:19:56: Eine vergangene Liebe muss nicht aus unserem Leben verschwinden, damit wir wieder glücklich werden können.

00:20:01: Sie darf Teil unserer Geschichte bleiben mit allem was schön war Mit allem was wir getan hat und dem was wir aus dieser Beziehung für unser weiteres Leben mitnehmen wollen Was wir integrieren wollen auch für die Zukunft.

00:20:16: Und wenn du selbst gerade eine Trennung durchlebst, dann möchte ich dir vor allem eines mitgeben.

00:20:21: Hab bitte Geduld!

00:20:23: Mit dir.

00:20:24: Trauer lässt sich nicht beschleunigen.

00:20:27: Aber nur weil dich die Sehnsucht manchmal wieder einholt bedeutet das Nicht dass Du auf deinem Weg nicht vorankommst ist bedeutet nur Dass es einfach dauert dass Es einen hin und her gibt dass Du Ein Schritt zurück machst um Dann vielleicht Wieder zwei Schritte auch nach vorne machen zu können.

00:20:45: Ich habe ja eingangs auch gesagt, dass bei Trauer durch Tod gibt es Rituale und eins der Ritua ist ja auch das es ein Trauerjahr gibt.

00:20:55: Das heißt man gesteht der Witwe oder dem Witwer ein Jahr trauer zu.

00:21:02: Ein Jahr wird alles nochmal durchlebt.

00:21:05: Ein Geburtstag wo der Mensch nicht mehr da ist Weihnachten wo ein Mensch nicht vielleicht der Moment, wo wir festgestellt haben.

00:21:13: Boah da ist was passiert?

00:21:14: Da ist etwas Unwiederbringliches passiert.

00:21:17: Ein Jahr finde ich auch etwas, das man zumindest bildlich anwenden darf.

00:21:23: Ob man es muss oder eine andere Frage.

00:21:24: Aber Trauer braucht Zeit.

00:21:26: dabei bleibe ich jetzt mal und wenn du auf diesem Weg, auf diesem Trauerweg Unterstützung brauchst dann kann ich dich zum Beispiel gerne mit meinem Liebeskummer Coaching Begleiten.

00:21:39: Ich habe dazu Angebote entwickelt, ein Modulangebot das sind fünf Sitzungen.

00:21:43: aber es gibt natürlich auch offene Angebote und wir können gemeinsam darauf schauen was du verloren hast.

00:21:50: Wir können schauen was dir jetzt halt geben kann Und wie du Schritt für Schritt wieder Vertrauen in dich und dein eigenes Leben gewinnen kannst.

00:21:58: Wenn ich das interessiert dann geh mal auf meine Seite www.herzkümmerei.de.

00:22:05: Den direkten Link zu dem Angebot findest Du auch in den Schaumnoten.

00:22:09: Ja, ich hoffe das dir diese Folge gefallen hat dass du vielleicht einen neuen und vielleicht sogar auch entlastenden Gedanken für dich gefunden hast.

00:22:18: Und ich freue mich wenn du meinen Podcast abonnierst oder ihm ein Menschenvater empfiehlt für den dieses Thema heute vielleicht auch gerade wichtig sein kann.

00:22:28: Danke, dass du heute dabei warst und mir zugehört hast!

00:22:32: Ich wünsche dir wie immer am Ende alles Gute, hab Geduld mit dir Deine Heike.

Über diesen Podcast

Willkommen bei der Herzkümmerei – deinem Podcast für Trennung, Liebeskummer und Neuanfang.

Hier geht es um deine Herzensfragen: Warum tut Liebe manchmal so weh? Warum gerate ich immer an die Falschen? Und wie finde ich den Mut, neu anzufangen?

In meinem Podcast schauen wir gemeinsam hinter die Kulissen von Beziehungsmustern, Bindungsstilen und Selbstwert. Du erfährst, warum wir lieben, wie wir lieben, und wie du aus Schmerz und Krisen gestärkt hervorgehen kannst.

Mit fundierten Erklärungen, praktischen Impulsen und einem Blick für das Wesentliche helfe ich dir, deine Beziehung zu dir selbst und zu anderen neu zu gestalten – Schritt für Schritt, empathisch und ermutigend. Gemeinsam arbeiten wir daran, dass du alte Muster loslassen und neue Wege gehen kannst – mit mehr Leichtigkeit, Klarheit und Zuversicht.

Mein Podcast ist dein Begleiter für schwierige Zeiten und ein Wegweiser für einen mutigen Neuanfang.

von und mit Heike Klopsch

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